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Höhere technische Bundeslehranstalt Wien 3, Rennweg

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Der 29. Planetary Congress der Association of Space Explorers fand diesmal in Wien statt, Anlass war das 25-Jahr Jubiläum von Österreichs einzigem Astronauten, Herrn Franz Viehböck, in der russischen Raumstation MIR.

An die hundert Astronauten waren zum Zweck eines internationalen Austausches in unserer Stadt, einer davon – Monsieur Jean-Pierre Haigneré – kam im Zuge des Community Day an unsere Schule.

Monsieur Haigneré und seine Begleitung wurden vom Direktor DI Jüngling und Prof. Hlatky empfangen. In einem kurzen Rundgang durch das Haus wurden den Besuchern die Besonderheiten des technischen Schulwesens vor Augen geführt, und bei Stationen im Stahlbau (FL Sauerwein) oder im Labor von Prof. Meschik konnte die Vielfalt der Ausbildung an unserer HTL unter Beweis gestellt werden. Im Konferenzsaal fand dann das eigentliche Event statt: die Jahrgänge 4BM, 4BI, 4CN, 5AM und 5CM und etliche Lehrkräfte erhielten spannende Einblicke in den Alltag eines Astronauten. Unterstützt von faszinierendem Bildmaterial erzählte Monsieur Haigneré von seiner Ausbildung zum Diplomingenieur, Chef-Testpiloten für Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber und Wasserflugzeuge und schließlich seiner Bestellung als Ersatzmann für den Forschungsflug MIR-Altair und der damit verbundenen Vorbereitung auf den Raumflug im sowjetischen Juri-Gargarin Kosmonautentrainingszentrum.

Monsieur Haigneré war insgesamt zwei Mal im Weltall für eine Dauer von 209 Tagen 12 Stunden und 25 Minuten.

Er war zusätzlich zuständig für Raumfahrt-Themen an der französischen Botschaft in Moskau und unter anderem führender Berater des ESA-Startdirektors.

Nach diesem Vortrag in englischer Sprache erhielten Schüler die Gelegenheit, ihre persönlichen Fragen an den Astronauten zu richten: dabei spannte sich der Bogen von Fragen über den Tagesablauf in der Raumstation, Forschungsaufgaben, Finanzierung der Projekte bis hin zu elementaren Dingen wie „was isst man im All oder wie geht man im schwerelosen Raum aufs WC?“.

Den letzten Teil der Veranstaltung bildete eine Präsentation von drei Schülern aus der 5AM: sie stellten ihr Diplomarbeitsprojekt vor, bei dem es um ein verformbares Rad in Origami-Technik geht, das eventuell bei Mars-Erkundungen nützlich sein könnte.

Unsere Gäste waren vom Interesse, dem Engagement und der Ernsthaftigkeit unserer Schüler äußerst beeindruckt. Der eng gesteckte Zeitplan zwang zu einem für alle plötzlichen Ende des Austausches, Fragen an den Astronauten hätte es noch genügend gegeben!

Der Community Day hat allen Besuchern des Events an der HTL Rennweg eine Fülle von Informationen über die Laufbahn und Erfahrungen eines Astronauten geboten, und wir danken dem Austrian Space Forum, das uns die Chance gegeben hat, einmal einen Astronauten aus nächster Nähe erleben zu dürfen.

 

Wien, im Oktober 2016 Mag. Silvia Hlatky

 

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