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image2Cloudy Sunday Mittwoch, der 23.11.2016. In den Klassenzimmern der 4CN und 3AI herrscht gähnende Leere. Wer oder was trägt Schuld an der Unterbrechung der heiligen Ausbildung der Schülerschaft?

Die Schuldigen sind schnell identifiziert: Es sind Herr Professor Bichl und Herr Professor Sattek, die die Klassen zu einem Kinobesuch ins Votivkino entführt haben. Das jüdische Filmfestival ‚Shalom Oida‘ ist in vollem Gange, und zu diesem Zwecke wurde eine Vorstellung des Filmes ‚Cloudy Sunday‘ (Originaltitel: ‚Ouzeri Tsitsanis‘) von Regisseur Manoussos Manousakis besucht.

Der Film spielt in Thessaloniki, Griechenland, um 1943 zur Zeit der Nazi-Besetzung. Der Holocaust ist längst beschlossene Sache, und so wird die Situation für die jüdische Gemeinde in Saloniki immer prekärer. Doch auch die christliche Bevölkerung leidet unter der Nazi-Gewaltherrschaft, Denunziation und öffentliche Exekutionen sind Alltag. Inmitten dieser gefährlichen Zeit lernen sich die Jüdin Estrea und der Christ Giorgos bei ihren Aktivitäten im Widerstand kennen und verlieben sich in einander. Während die Situation sich immer weiter zuspitzt und die beiden nicht einmal mehr Rückhalt von ihren eigenen Familien bekommen, findet sich nur noch Trost in den Liedern des genialen Komponisten Vasilis Tsitsanis.

Im Anschluss an den Film bestand die exklusive Möglichkeit, ein paar Fragen an den Regisseur und die Produzentin höchstpersönlich zu stellen, die auch die Beweggründe für den Dreh des Films erläuterten. Der Film solle als Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus dienen, da dieser immer noch schlummere und darauf warte, die Gesellschaft erneut zu infizieren. Gleichzeitig stellte dieser Film eine Gelegenheit für die Bevölkerung von Saloniki dar, ihre Vergangenheit ein wenig aufzuarbeiten. Die Produktion sei vor allem durch die vielen Freiwilligen der Stadt getragen worden, die zahlreiche Statisten spielten.

Der Film hat bei uns SchülerInnen einen guten Eindruck hinterlassen, besonders die emotionale Darstellung der beiden Protagonisten, Estrea und Giorgos, hat gefallen. Die griechische Atmosphäre wurde hervorragend auf Film festgehalten, was wahrscheinlich den zahlreich vorkommenden Volksliedern und der Tatsache, dass der Film nur über Originalton verfügt, geschuldet ist.

Dank der guten Ausbildung sind alle zukünftigen Ausübenden des Berufs der Informatik der englischen Sprache mächtig und konnten den Film per Untertitel mitverfolgen.

Als lockerer Unterhaltungsfilm ist ‚Cloudy Sunday‘ jedoch eher nicht geeignet, er fällt so wie alle Abhandlungen zu dieser Zeit in die Kategorie ‚schwere Kost‘.

Der darauffolgende Sonntag war dann allerdings eher nicht so ‚cloudy‘.

Benjamin Soucek, 4CN

 

Link zur Seite des Festivals: http://www.jfw.at/ouzeritsitsaniscloudysunday

 

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