A- A A+
lightpainting_05.png

prag 2014 3BI 11 smallAls Fortsetzung des letztjährigen Krakau-Besuchs gestaltete Prof. Bichl gemeinsam mit Prof. Breunig und Prof. Schubert dieses Jahr eine viertägige Reise nach Prag, in das fast schon sommerliche Tschechien. Alles begann an einem sonnigen Donnerstagmorgen gegen 7:30 Uhr, als sich die Schüler der 3BI, mitsamt den oben genannten Professoren, am Busbahnhof in Erdberg trafen, um die gemeinsame Reise nach Tschechien anzutreten. Nach einer fast vierstündigen Busfahrt kamen wir schlussendlich in Prag an der Bus- und U-Bahnhaltestelle Florenc an.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits 21 frühlingshafte Grad, und die Schüler begannen ihre Sonnenbrillen auszupacken, um die Sonne zu genießen. Danach fuhren wir gemeinsam in unser Hotel, das Extol Inn, und hatten die Möglichkeit unser Gepäck auf das Zimmer zu bringen und in der Folge Geld zu wechseln.

Am frühen Nachmittag beschloss Professor Bichl uns die Altstadt zu zeigen, sodass wir uns zurechtfinden konnten. Die Tour ging durch die Prager Altstadt, vom Námĕstí Republiky (Platz der Republik) mit dem Gemeindehaus, das aus allen Poren den Jugendstil atmet, und dem mittelalterlichen Pulverturm, der noch einen Rest der ehemaligen Stadtbefestigung darstellt, bis zum Hauptplatz der Altstadt, dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) mit dem Rathaus, dem Denkmal für Jan Hus und der Teynkirche, und weiter bis zum Wenzelsplatz (Václavské náměstí). Der Abend wurde uns frei gegeben, um etwas zu essen und Lebensmittel einzukaufen. Dies gestaltete sich für die meisten ziemlich holprig, da sie mit den Stadtplänen kämpften und sich mit möglichst einfachem Englisch versuchten sich zu verständigen, jedoch schaffte es schlussendlich jeder, etwas Essbares zu bekommen.

Der zweite Tag brach für die meisten Schüler am Freitag gegen 8:30 Uhr beim Frühstück an. Der Vormittag gestaltete sich ganz im Zeichen des berühmten Prager Autors, Franz Kafka. Wir besuchte unter anderem das Franz Kafka-Museum, in welchem wir individuelle Arbeitsaufträge bekamen, um das Leben Kafkas genauer zu ergründen. Die Themen behandelten sein Leben, seine Religion, sein Liebesleben und seine zahlreichen metaphorischen Texte. Am Nachmittag erkundeten wir die Gegend um den Wenzelsplatz genauer, sowie das jüdische Viertel Prags. Wir erfuhren viel über die Geschichte des ehemaligen Ghettos, aber auch über das moderne Erscheinungsbild des Viertels. Zudem besuchten wir drei Synagogen, und unser Wissen über die jüdische Religion wurde aufgefrischt. Der Abend wurde von vielen Schülern für einen Besuchs des lokalen „Hard Rock Cafes“ genützt, der kulinarische Beitrag des Tages beschränkte sich daher auf Burger beziehungsweise auf deftige, amerikanische Mahlzeiten.

Am dritten Tag wanderten wir in den neueren Stadtteil der Stadt und legten dabei ziemlich große Wegstrecken zu Fuß zurück. Unser Weg führte ab der U-Bahnstrecke zum Prager Vyšehrad mit seinen Befestigungsanlagen und dem berühmten Friedhof, wo man einen schönen Ausblick über die gesamte Stadt genießen konnte. Danach führte uns Herr Professor Bichl zurück bis zum „Karlsplatz“ (Karlovo náměstí), auf welchem das „Neustädter Rathaus“ steht. Der Weg führte weiter zurück in die Altstadt, in der die einzelnen Schülergruppen entlassen wurden, um den Nachmittag nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Am Abend trafen sich Schüler und Lehrer, um ein gemeinsames Abendessen in der Prager Altstadt zu sich zu nehmen. Gegessen wurde typisches tschechischen Essen, welches dem österreichischen eigentlich ziemlich ähnlich ist — deftig!

Am Sonntagmorgen brach der vierte und letzte Tag unserer gemeinsamen Pragreise an. Das Programm sah am siebten Tag der Woche aufgrund des schlechten Wetters lediglich das Museum der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts im ehemaligen Messepalast (Veletržní palác) vor, in der zahlreiche Kunstwerke zu bewundern waren. Ausgestellt war natürlicherweise moderne Kunst, jedoch waren in dem Museum auch klassische Bilder von Künstlern wie Klimt zu sehen. Interessant waren nicht nur die ausgestellten Kunstwerke, sondern auch die Architektur der Kunsthalle, welche in ihrer Größe so manchen beeindruckten. Die letzten Stunden unseres Aufenthalts hatten wir noch die Möglichkeit, um uns frei zu bewegen und um essen und einkaufen zu gehen. Gegen 18 Uhr traten wir schlussendlich die Heimreise am Busbahnhof Florenc nach Wien an. Kurz nach 22 Uhr endete die Reise, und Wien kam wieder in Sichtweite. Im Nachhinein ist sich die ganze Klasse einig, dass die Reise nicht nur einen kulturell-bildenden Erfolg, sondern auch viel Spaß gebracht hat.

Michael Springsits (3BI)

 

HTL Werbebanner

Newsletteranmeldung

E-Mail Adresse:

Vorname:

Nachname: