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Zur Geschichte der HTL Wien 3R

Der den fliegenden Blättern zum Schulrecht vorangestellte historische Überblick enthält nur einen lapidaren Satz zu den Anfängen der nunmehrigen Höheren Technischen Bundeslehranstalt Wien 3R, der sie als "Elektro- und Maschinenfachschule Arsenal" ausweist.

Nachforschungen im Staatsarchiv erbrachten ebenfalls nur einen geringen Teil der erhofften Aufschlüsse über die Geschichte der Anstalt, was einerseits daran lag, dass die Schule (1925) als Privatschule der "Gesellschaft für Arbeitstechnik", gegründet wurde.

In der Ersten Republik war das Handelsministerium für die technischen Schulen zuständig. Die Registerbände, die die Archivalien dieser Behörde aus der Mitte der Zwanziger auflisten, sind im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer unbrauchbar geworden. Eine zielgerichtete Suche von Archivalien wird dadurch unmöglich – ein weiterer Umstand, der geeignet ist, den Forscher zu entmutigen.

Dennoch könnten weitere Bemühungen von Erfolg gekrönt werden, da im Zusammenhang mit der – wohl 1939 erfolgten – Umwandlung der Anstalt in eine staatliche Schule das Aktenmaterial an den Stadtschulrat abgegeben wurde, in dessen Beständen man eventuell fündig werden könnte.

Lediglich ein Aktenbruchstück aus dem Jahr 1939 ist –  aus welchen Gründen immer – noch im Staatsarchiv einsehbar. Darin geht es um das mit Heil Hitler! schließende Ansuchen eines jungen Mannes der zum Privatstudium an der – seit 1935 in der Argentinierstraße 11 untergebrachten – Anstalt zugelassen werden möchte; ferner geht es um die Zuerkennung des Öffentlichkeitsrechts, das anscheinend für die diversen Lehrgänge immer wieder von neuem erworben werden musste; schließlich wird die Schulleitung wegen eines im "Völkischen Beobachter" erschienenen Artikels zurechtgewiesen, der unter dem Titel "Jeder kann Ingenieur werden" zum Besuch der Schule animieren soll: So einfach sei die Sache nun auch wieder nicht, es gebe sehr wohl genau definierte und strenge Aufnahmekriterien. Ein Ausschnitt aus dem VB liegt dem Aktenfragment bei. Die Rückseite feiert übrigens einen schneidigen Leutnant, der Bomben auf spanische Republikaner abwirft.

Man darf gespannt sein, was sich eventuell noch an Zeugnissen aus der Vergangenheit der HTL Wien 3R zu Tage fördern lässt.

 

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