Am Mittwoch, 23.09.20, findet an unserer Schule im Vorfeld der Wiener Landtagswahl eine prominent besetzte Diskussionsrunde statt. Niemand geringerer als der Bürgermeister der Stadt Wien, Michael Ludwig, hat unsere Einladung angenommen und wird mit Vertreter*innen aller anderen im Wiener Landtag vertretenen Parteien diskutieren.

2 Schüler*innen unserer Schüler*innenvertretung werden die Diskussion leiten und den Politiker*innen Fragen unserer Schüler*innen stellen. Und als innovativste Schule haben wir einen Weg gefunden, die Veranstaltung auch in Corona Zeiten sicher über die Bühne gehen zu lassen.

Unsere Medientechnikabteilung wird die Diskussion filmen und via Live Stream auf dem offiziellen Youtubekanal unserer Schule allen Schüler*innen und anderen Interessierten zugänglich machen. Hier der Link

https://www.youtube.com/watch?v=uTK7fWOKZq4&ab_channel=HTL3Rennweg

Unsere Schule hat seit heuer wieder ein Outdoor-Schachspiel im Schulhof stehen.

Viel Spaß beim Spielen!

Mit dem zentralen Thema HOFFNUNG haben wir unter zahlreicher Beteiligung (online und vor Ort) das neue Schuljahr beim Eröffnungsgottesdienst begrüßt. Danke, an die vielen Schüler und Lehrer für das Mitfeiern und Mitgestalten.

Mit Gottes Segen in ein gutes Schuljahr 2020-2021.

Euer Reli Team

Nach den wohlverdienten und hoffentlich erholsamen Ferien starten wir also nun in ein neues, spannendes Schuljahr 20/21. Das Thema Corona wird uns weiterhin in unserem Schulalltag begleiten und daher gibt es je nach Corona Ampel von der Regierung festgelegte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, alle Eltern und Schüler*innen wurden dahingehend ausführlich per Elternbrief bereits informiert und werden von uns natürlich stets auf dem Laufenden gehalten.

Und trotz einer gewissen Unsicherheit (derzeit leuchtet die Corona Ampel ja gelb) starten wir auch mit einer großen Portion Zuversicht in den Herbst, schließlich haben wir auch die Distance Learning Phase im vergangenen Frühling sehr gut und erfolgreich bewältigt und dabei große Fortschritte in Sachen Digitalisierung gemacht.  Lassen wir uns also nicht die Freude am Schulalltag nehmen, sondern leben wir unsere Schule weiterhin als Ort des sozialen (wenn auch derzeit räumlich distanzierten) Miteinanders, wo gemeinsam gelernt, gearbeitet, aber auch viel gelacht werden darf. 

Die Schulleitung, das gesamte Schulpersonal und natürlich das Lehrer*innenteam freuen uns schon sehr auf den Schulstart und ein Wiedersehen mit unseren Schüler*innen und natürlich ganz besonders auf alle Schüler*innen der 1. Klassen, die neu an unsere Schule gekommen sind! 

In diesem Sinne: Gehen wir es gemeinsam an! Auf ein schönes, spannendes und erfolgreiches Schuljahr! 

Liebe SchülerInnen !


Wir sind auch im Sommer für euch
da, ihr findet uns in unserer
Beratungsstelle am Standort
Mariahilfer Straße 123, 4. Stock.

Die HTL Rennweg wird bunter: Im Juni weht nun die Regenbogenflagge vor der Schule

Das Projekt FLAGincluded der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien stellt für interessierte Schulen Regenbogenfahnen zur Verfügung um sie im Juni (in der Community traditionell auch als „Pride Monat“ bekannt) aufzuhängen und ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen. Trotz der COVID-19-Maßnahmen nehmen heuer 24 Schulen in drei Bundesländern am Projekt teil, Tendenz steigend. „Wir sind ungeheuer stolz auf die Jugend der HOSI Wien: FLAGincluded ist ein von Schüler*innen für Schüler*innen selbst organisiertes Projekt, von der Idee bis zur Ausführung. Schulen sind im gesellschaftlichen Kampf gegen Ausgrenzung und Mobbing entscheidend, und dass Jugendliche die Sache selbst in die Hand nehmen, zeigt, wie wichtig ihnen Vielfalt und Akzeptanz sind. Und genau darum geht es: Dass alle Jugendlichen so akzeptiert werden, wie sie sind.“, so Moritz Yvon Obmann der HOSI Wien.

Das HOSI-Projekt FLAGincluded wird von der Wiener Antidiskriminierungsstelle (WASt) gefördert. „Aktuelle Studien zeigen, dass LGBTIQ-Feindlichkeit in Europas Schulen immer noch weit verbreitet ist. Daher setzen wir dieses Schüler*innenprojekt gemeinsam mit der HOSI Wien um, damit die Schule ein sicherer Ort für alle wird.“ erklärt Wolfgang Wilhelm der Leiter der WASt. Die erste Fahne hängt seit Mittwoch an der HTL Rennweg, an der die Idee für das Projekt geboren wurde. Die Organisator*innen legen das Projekt natürlich langfristig an und rechnen in den nächsten Jahren mit steigender Nachfrage.

Der Koordinator und Gründer des Projekts, Michael Kudler, zusätzlich unser stellvertretender Schulsprecher und LGBTIQ Verantwortlicher, unterstreicht die Notwendigkeit des Projekts: „Als ich vor 5 Jahren an diese Schule gekommen bin, hätte mir eine Regenbogenflagge vor der Schule unglaublich viel bedeutet. Umso mehr freut es mich, nun, da ich hier maturiere, ein Zeichen zu hinterlassen. Die Schüler*innen, die nach mir an die HTL Rennweg kommen, sollen gleich auf den ersten Blick die Inklusivität dieser Schule sehen, die ich erst mit der Zeit selbst entdecken musste.“

Das Hissen der Regenbogenflagge vor der HTL Rennweg übernahmen u.a. der stellvertretende Schulsprecher unserer Schule, Michael Kudler, gemeinsam mit dem Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, der stellvertretenden Bezirksvorsteherin Susanne Wessely, dem Leiter der WASt, Wolfgang Wilhelm sowie HOSI Obmann Moritz Yvon.

Direktor Gerhard Jüngling freute sich wie alle anderen Schulvertreter*innen über den prominenten Besuch an unserer nun noch bunteren Schule.

Fotos: 1 – 3 © Mo Blau, 4.Foto: © Daniel Markovic

Nach über elf Wochen geht nun die Zeit des Distance- Learning zu Ende. Es waren sehr intensive Wochen, in der wir alle – Schüler*innen und Lehrer*innen- unter Beweis gestellt haben, dass die HTL Rennweg hinsichtlich der geforderten Digitalisierung im Unterricht schon sehr gut aufgestellt ist.

Nun aber öffnet unsere Schule am 03.06.2020 wieder für alle Schüler*innen ihre Pforten und wir können in die Phase des Präsenzunterrichts starten. Den Vorgaben des BMBWF entsprechend wird der Präsenzunterricht im Schichtbetrieb und unter Einhaltung der Hygienebestimmungen ablaufen. Alle Klassen mit mehr als 18 Schüler*innen werden in zwei Gruppen geteilt und haben täglich abwechselnd Unterricht. Alle Schüler*innen und Eltern wurden sowohl über die Hygienebestimmungen als auch über den Ablauf des Präsenzunterrichts genau informiert.

Dem Hochfahren des Schulbetriebs steht also nichts mehr im Wege und wir alle freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit unseren Schüler*innen!

„Der „Coronajahrgang“ sind wir allemal!“

Unsere scheidenden Schülervertreter aus der 5. Klasse, Manuel Kräuter und sein Stellvertreter Michael Kudler, über den Ergänzungsunterricht, Masken, die bevorstehende Matura und über 5 Jahre Erfahrungen an der HTL Rennweg.

Herr Schulsprecher, wie war das Gefühl, nach einer so langen Zeit wieder an der Schule gewesen zu sein?

Manuel Kräuter: Es war ein durchaus komisches Gefühl, das Schulgebäude für sich „alleine“ zu haben, da bis auf den Ergänzungsunterricht der 5. Klassen niemand dort ist. Gleichzeitig war es aber auch echt schön, die Schule und vor allem die Klassenkollegen nach so einer langen Zeit wiederzusehen.

Herr stellvertretender Schulsprecher, Schüler*innen müssen ja den Ergänzungsunterricht nicht besuchen, wie viel Prozent der Maturant*innen waren in etwa anwesend?

Michael Kudler: Der Ergänzungsunterricht ist zwar freiwillig, birgt aber gleichzeitig einen enormen Vorteil für die Maturant*innen. Deshalb wurde er in Softwareentwicklung – ein verpflichtendes Maturafach – von etwa 80% unserer Klasse besucht.

Wie war unsere Schule in Bezug auf die vom Bildungsministerium vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen (Desinfektionsmittel, Abstandsregelungen, Klassenteilungen, Informationen) vorbereitet?

 Manuel Kräuter: Das hat bei uns wunderbar geklappt. Unsere Schulwarte haben ja bereits im Vorhinein zig Seifen- und Desinfektionsmittelspender im Schulgebäude installiert, außerdem haben wir im Konferenzraum perfekt vorbereitete Arbeitsplätze vorgefunden. Ich glaube, dem Schulpersonal gebührt dafür ein riesiges Dankeschön!

Fühlten Sie sich bei den Vorbereitungen zum Ergänzungsunterricht als wichtiger Teil des SGA genügend eingebunden?

Michael Kudler: Da die Umstände des Ergänzungsunterrichtes vorallem durch Erlässe und Verordnungen durch das BMBWF vorgegeben wurden, blieb dem SGA nur sehr wenig Handlungsspielraum. Eingebunden waren wir allerdings trotzdem, da wir eng mit der Schulleitung verbunden waren.

Die mündliche Matura wird heuer nicht stattfinden, ihre Meinung dazu?

Manuel Kräuter: Das finde ich äußerst fair. Man muss wirklich sagen, dass kein Jahrgang vor uns je eine solche Pandemie erlebt hat. Wir hatten ja auch nur digitalen Unterricht zu Hause, der sehr an die Eigenverantwortung der Schüler*innen appelliert. Gerade für schwächere Schüler*innen, die auf Nachhilfe usw. verzichten müssen, wäre eine herkömmliche Matura echt nicht zumutbar. Daher bin ich mit der gefunden Lösung sehr zufrieden uns sehe sie als einen guten Kompromiss an.

Haben Sie wie auch manch andere Maturant*innen Bedenken, dass dieser Maturajahrgang als „Corona Matura Jahrgang“ möglicherweise nicht ernst wie andere Jahrgänge genommen werden wird und sich dies eventuell auf potentielle Ausbildungs- oder Karrierechancen negativ auswirken könnte?

Michael Kudler: Der „Coronajahrgang“ sind wir allemal. Die negative Konnotation, die damit einhergehen soll, sehe ich allerdings nicht ganz ein. Speziell in Hinblick auf Karrierechancen haben alle Kandidat*innen ein Maß an Flexibilität bewiesen, das bisherigen Jahrgängen nicht abverlangt wurde. Das zeigt auf jeden Fall Eignung für die heutige wandelsame Welt der Wirtschaft. Daher denke ich nicht, dass uns ein besonderes Stigma verfolgen wird.

Wie glauben Sie, wird die gesamte Schulöffnung an der HTL Rennweg am 2.6. unter den vorgegeben Richtlinien / Bedingungen funktionieren? Haben Sie Empfehlungen, Verbesserungsvorschläge?

Manuel Kräuter: Nach heutigem Eindruck kann ich nur sagen, dass der Ergänzungsunterricht echt problemlos funktioniert. Gerade die Schüler*innen der HTL Rennweg zeichnen sich immer wieder durch ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Leistungsbereitschaft aus, weshalb ich nicht denke, dass unsere Kolleg*innen besonders große Probleme haben sollten. Die angekündigte Regelung, dass es keine Schularbeiten oder Tests mehr geben sollte, begrüße ich auch äußerst und appelliere an unsere Lehrkräfte, dass diese auch nicht durch „schriftliche Mitarbeitsüberprüfungen“ o.ä. umgangen wird.

Sie verlassen heuer nach 5 Jahren HTL Ausbildung unsere Schule. Was für ein Resümee ziehen Sie?

Michael Kudler: Gerade jetzt, wo es dem Ende zugeht, lerne ich zu schätzen, was ich bald nicht mehr haben werde, nämlich die großartige Schulgemeinschaft der HTL Rennweg. Vor allem durch meine Arbeit in der Schüler*innenvertretung durfte ich erleben, was ein starkes Zusammenspiel der Schulpartner an einer Schule bewirken kann. Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt und bin stolz, mich in Zukunft als Alumnus der HTL Rennweg bezeichnen zu dürfen.

Herr Kräuter, Herr Kudler, vielen Dank für das interessante Gespräch und ihre sehr erfolgreiche Tätigkeit im Rahmen der Schüler*innenvertretung! Ich darf ihnen im Namen der gesamten Schule alles Gute für die Matura und für ihre weitere Zukunft wünschen!

Das Interview führte Johannes Withalm / HTL Rennweg Öffentlichkeitsarbeit

Der Roman „Blasmusikpop“ stellt das Debüt der Autorin Vea Kaiser dar und erschien 2012. Das Buch thematisiert das Leben von zwei intelligenten und ambitionierten Menschen in einem abgeschotteten Alpendorf, in dem sie von der Bevölkerung als Kuriositäten oder gar als Feinde wahrgenommen werden.

Die Handlung des Romans spielt in Sankt Peter am Anger, einem Kleindorf inmitten der Alpen, dessen Bewohner möglichst wenig mit der Außenwelt zu tun haben wollen und nach alten Sitten und Bräuchen leben. Im Buch kommen zwischen den Kapiteln Passagen aus den Aufzeichnungen eines Geschichtsschreibers vor, die die Geschichte St. Peters schildern. Die Geschichte lässt sich in zwei Teile, jeweils mit eigenem Protagonisten, gliedern. Im Ersten spielt Johannes Gerlitzen die Hauptrolle. Seine Geschichte beginnt mit der Flucht aus dem Dorf und einem Medizinstudium in Wien. Nach etlichen Jahren in der weiten Welt kehrt Johannes Gerlitzen als Arzt nach St. Peter zurück, wo er seine inzwischen jugendliche Tochter Ilse und todkranke Ehefrau Elisabeth findet. Er hat eine Abneigung zu den Dorfbewohnern und ihren Verhaltensweisen, und findet es abscheulich, dass seine Tochter sich zu einem Leben nach diesen Bräuchen hingezogen fühlt. Ilse fühlt sich im Dorf wohl und heiratet, wie in St. Peter üblich, jung. Ihren Sohn, Johannes Irrwein, nimmt Johannes Gerlitzen unter seinen Schutz. Johannes Irrwein wird zum „Nachwuchsforscher“ seines Großvaters und mit dessen Tod zur Hauptfigur des zweiten Teils der Geschichte. In diesem wächst Johannes Irrwein mit großer Abneigung zu St. Peter auf, besucht ein Gymnasium im Tal und entdeckt dort eine Faszination für Geschichte und insbesondere für den altgriechischen Geschichtsschreiber Herodot, aus dessen Werke ihm schon sein Großvater vorgelesen hatte. Durch einen Konflikt mit dem Direktor verpatzt Johannes jedoch die Matura, und in den Ferien vor seinem Nachholtermin beschließt er, als Geschichtsschreiber die seiner Meinung nach barbarischen Verhaltensweisen der Bewohner St. Peters zu dokumentieren.

Der erste Teil, der ungefähr ein Viertel des Buches ausmacht, ist interessant und mitreißend zu lesen. Man fühlt sich mit Johannes Gerlitzen verbunden und ist an seinem Erfolg interessiert, während er darum kämpft, St. Peter und seine zurückgebliebenen Bewohner hinter sich zu lassen oder Johannes Irrwein davor zu bewahren, ihre Lebensweise anzunehmen. Der zweite Erzählabschnitt zieht sich dagegen eher in die Länge, weil Johannes Irrweins Geschichte weit weniger Entwicklung aufweist als die seines Großvaters. Er ist und bleibt ein intelligenter, gebildeter Bub unter einfachen, zurückgebliebenen Dorfbewohnern und muss sich sein Wissen und seine Eigenständigkeit nicht auf die Weise erkämpfen, wie es sein Vorgänger musste.

Der Roman ist in Alltagssprache verfasst und leicht zu lesen. Vea Kaiser ist eine gute Erzählerin, beim Lesen erscheint ein detailliertes und unterhaltsames Bild der Handlung. Die Motivation der Charaktere ist nachvollziehbar, wenn auch im Falle der Dorfbewohner ein wenig simpel. Der Ablauf der Ereignisse macht Sinn und lässt wenige Fragen unbeantwortet.

Das Buch „Blasmusikpop“ ist für jeden zu empfehlen, der auf der Suche nach einer entspannten Freizeitlektüre ist. Wer aktionsreiche Schlagabtäusche oder fesselnde Spannung braucht, ist hingegen woanders besser aufgehoben. Sprache und Stil sind bestens auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten, das Leseerlebnis gestaltet sich an den meisten Stellen unterhaltsam und entspannt.

Eine Rezension von Niklas Wohlfahrt, 2BM