Håkan Nesser: Der Tote vom Strand

Eine Rezension von Matej Sládek, 2BM

 „Der Tote vom Strand“, vom schwedischen Schriftsteller Håkan Nesser geschrieben, ist ein Kriminalroman, erschienen im „btb“-Verlag.

In diesem Buch geht es um eine Inspektorin namens Ewa Moreno. Sie begibt im Sommer ans Meer auf einen vier Wochen langen Urlaub. Im Zug trifft sie ein 18-jähriges Mädchen, das erst nach 16 Jahren erfahren hat, wer ihr echter Vater ist und nun auf der Suche nach diesem ist.

Als Ewa Moreno im Urlaubsort Lejnice ankommt, erfährt sie, was vor 16 Jahren in Lejnice passiert ist: Ein Lehrer, Arnold Maager, wurde angeklagt und für schuldig befunden, eine seiner Schülerinnen ermordet zu haben, nachdem sie ihn über ihre Schwangerschaft informiert hatte. Die Akte wurde geschlossen, der Mörder als Wahnsinnig in Haft genommen und in eine Anstalt eingewiesen.

Bald nach Morenos Ankunft wird auf dem Strand eine vergrabene Leiche gefunden. Gibt es da ein Zusammenhang mit dem Fall, der vor 16 Jahren abgeschlossen wurde? Das muss Ewa Moreno herausfinden…

Der Inhalt des Buches ist von Anfang an spannend. Gleich zu Beginn wird der Leserschaft die Hauptfigur, Inspektorin Ewa Moreno, vorgestellt und mit ihr auch der erste Fall. Es handelt sich um einen Polizisten- ein Kollege Morenos, der angeblich etwas mit Kinderpornografie zu tun hat. Später, als Ewa Moreno im Zug nach Lejnice sitzt, trifft sie Michaela Ljiphart, die ihren Vater – Arnold Maager zum ersten Mal nach 16 Jahren besucht. Nach dem Besuch verschwindet Michaela und die Inspektorin steht vor ihrem zweiten Fall. Bis zum dritten Kapitel werden weitere Fälle eröffnet.

Das Buch ist meiner Meinung gut lesbar und verständlich geschrieben. Ich, als jemand, der Deutsch nicht als Muttersprache hat, habe alles problemlos verstanden. Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass sich die Handlung im Jahre 1999 abspielt, aber es gibt sehr viele Rückblicke in das Jahr 1983, was manchmal verwirrend sein kann.

Ich fand das Buch gut und über weite Teile scher spannend, gegen Ende hin war für mich aber recht offensichtlich, wer der Täter war.

Das Hauptthema des Romans ist – ohne, dass es sich irgendwie aufdrängt – sexueller Missbrauch. In diesem Buch geht es aber nicht nur um Mörder und Verschwundene, sondern es wird auch viel über das persönliche Leben der Inspektorin Ewa Moreno geschrieben. Ich hatte das Gefühl, als würde ich sie persönlich kennen.

Ich würde dieses Buch für die Leser empfehlen, die kein Blut oder irgendwelche „Killerszenen“ mögen, aber ein bisschen Spannung erleben möchten.