Janne Teller: „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.“

„Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“, von Janne Teller geschrieben und 2004 veröffentlicht, thematisiert ein fiktives Szenario eines Krieges mitten in Europa zwischen Deutschland und den umliegenden Nachbarstaaten und beschreibt das Leben einer deutschen Familie auf der Flucht.

Die Handlung spielt am Anfang des 21.Jahrhunderts – Deutschland und der Rest Europas versinken im Krieg: Jeder kämpft gegen jeden. Teller beschreibt das Leben des 14-jährigen namenlosen Protagonisten und seiner Familie. Jeden Tag werden Raketen abgefeuert, Dächer stürzen ein und es zeichnet sich ab, dass viele den nahenden Winter nicht überleben werden. Daher entschließt sich die Familie, die Heimat zu verlassen und Richtung Frieden – in den Nahen Osten – zu flüchten. Dort sind die Flüchtlinge aus Europa, die immer mehr werden, aber nicht wirklich willkommen…

Der Autorin gelingt es die Situationen, Orte und Städte sehr präzise zu beschreiben – man fühlt sich, mitten in die Handlung versetzt. Eine Besonderheit sind die Illustrationen. Vielen gefällt es sicher, über die Bedeutung der Bilder nachzudenken und den Zusammenhang zwischen Bild und Text herauszufinden.

In meinen Augen ist es ein gelungenes Buch. Man sich gut in die Rolle des Protagonisten versetzen. Ich würde dieses Buch jedem weiterempfehlen, weil es klein, kompakt und ein kurzes Buch ist, das man zu jeder Zeit und überall lesen kann.

Eine Rezension von Güney Kayir, 3BM